In Schleswig-Holstein sind Übernahmen häufig geprägt von handwerklichen, bau- oder agrarnahen Betrieben sowie regionalen Dienstleistern und Handelsunternehmen. Viele Betriebe sind organisch gewachsen und stark im Alltag des Inhabers verankert. Käufer sind meist regionale Unternehmer oder Übernehmer aus angrenzenden Bundesländern, seltener klassische Investoren.
Charakteristisch ist eine geringere Dichte an passenden Kaufobjekten. Das führt dazu, dass Käufer schneller bereit sind, Kompromisse einzugehen. Genau hier entstehen Risiken: Inhaberabhängigkeit, fehlende Dokumentation oder Investitionsstau werden akzeptiert, weil Alternativen fehlen.
Typische Risikotreiber sind die zentrale Rolle des Verkäufers im Tagesgeschäft, informelle Abläufe, persönliche Kundenbeziehungen und über Jahre nicht thematisierter Investitionsbedarf. Wer hier sauber prüft, verhandelt nicht nur den Preis, sondern vor allem Übergabe, Verantwortlichkeiten und einen realistischen Investitionsplan.