Warum war der Hype so groß?

Kurz zurückspulen: Vor ein paar Jahren galt Street Food noch als „der heiße Scheiß“. Leute hatten Bock auf kreative, schnelle Küche, am besten aus aller Welt. Authentisch, handgemacht, anders als die x-te Systemgastronomie-Filiale.

Food Trucks standen für Freiheit, Individualität, aber auch: geringe Fixkosten. Keine teuren Restaurant-Mieten, keine riesigen Teams. Stattdessen flexibel auf Events, Festivals oder in Innenstädten präsent sein.

Franchisegeber haben das natürlich erkannt und standardisierte Food Truck-Konzepte entwickelt – vom Burger über Tacos bis hin zu veganen Bowls.


Ist der Markt 2025 übersättigt?

Tja, das ist die Frage, oder? Einerseits: Ja, der erste Hype ist abgeflacht. Es gibt mittlerweile jede Menge Anbieter, und auf jedem größeren Festival findest du dutzende Trucks mit ähnlichem Angebot.

Andererseits: Der Bedarf an schnellem, gutem Essen ist nicht verschwunden – er hat sich nur gewandelt. Und genau da liegt das Potenzial für clevere Franchise-Nehmer.


Was spricht heute noch für Food Truck-Franchises?

Hier mal konkret:

  • Geringe Anfangsinvestitionen (im Vergleich zum stationären Gastro-Betrieb)
  • Flexibilität: Du bist nicht an einen festen Standort gebunden. Markt, Festival, Firmen-Event – du kannst schnell reagieren.
  • Trendbewusstsein: Menschen suchen immer noch besondere, kreative Food-Erlebnisse. Lokale Zutaten, vegane Optionen, Fusion-Küche – das ist gefragt.
  • Community-Effekt: Stammkundschaft baust du dir auch mobil auf, vor allem durch Social Media und Pop-ups.
  • Events & Catering: Viele Franchises verdienen mittlerweile mehr durch Firmen-Caterings, Hochzeiten oder private Feiern als durch das klassische Street Food Festival.

Herausforderungen? Klar, gibt’s auch:

  • Genehmigungen & Standplätze: Gerade in Städten ein echter Bürokratie-Dschungel.
  • Saisonalität: Im Winter oder bei schlechtem Wetter geht’s oft ruhiger zu – cleveres Angebot und Indoor-Catering können das aber ausgleichen.
  • Wettbewerb: Du musst dich abheben. Wer nur Standard-Burger anbietet, verschwindet schnell in der Masse.
  • Personal & Logistik: Klingt easy, ist es aber nicht immer – du brauchst ein gut eingespieltes Team und funktionierende Abläufe.

Wann lohnt sich der Einstieg noch?

Ganz ehrlich: Ein Food Truck Franchise kann heute noch sehr erfolgreich sein, wenn du zwei Dinge mitbringst:

  1. Einen Franchisegeber mit starkem Konzept und Unterstützung – also jemand, der nicht nur einen hübschen Truck hinstellt, sondern auch bei Marketing, Logistik, Standortsuche etc. hilft.
  2. Den Mut zur Nische: Massentauglich reicht oft nicht mehr. Leute wollen Storys, Besonderheiten. Vegan-Thai-Küche, klimaneutrale Trucks, regionale Zutaten, DIY-Konzepte – was ist dein USP?

Mein Fazit:

Ja, ein Franchise im Food Truck- und Street Food-Bereich kann definitiv noch eine gute Idee sein. Aber: Nicht mehr blindlings auf den Trend aufspringen! Der Markt ist reifer geworden, die Gäste auch. Wer mit einer klaren Strategie, Kreativität und gutem Franchise-Partner loslegt, kann sich ein sehr flexibles, solides Geschäft aufbauen.

Vielleicht sogar mit weniger Risiko als ein klassisches Restaurant – aber nur, wenn du bereit bist, das Spiel ernsthaft zu spielen.

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