Hast du schon mal darüber nachgedacht, dein eigenes Geschäftsmodell zu vervielfältigen und als Franchisegeber durchzustarten? Stell dir vor, dein Unternehmen wächst über Nacht, ohne dass du jede neue Filiale selbst betreiben musst. Klingt spannend, oder? Doch wie wird man eigentlich Franchisegeber? Welche Schritte sind notwendig, und was solltest du auf dem Weg dorthin beachten?

Tauchen wir gemeinsam ein in die Welt des Franchisings und schauen uns an, was du brauchst, um dein Business zum Franchise-Erfolg zu führen.


1. Was bedeutet es, Franchisegeber zu sein?

Kurz gesagt: Als Franchisegeber stellst du dein erprobtes Geschäftsmodell anderen Unternehmern zur Verfügung, den Franchisenehmern. Sie führen das Geschäft unter deiner Marke, nach deinen Vorgaben, während du sie mit deinem Know-how, Schulungen und Marketing unterstützt. Dafür zahlen sie in der Regel eine Einstiegsgebühr und laufende Lizenzgebühren.

Ein gutes Beispiel ist McDonald’s. Jedes Restaurant sieht gleich aus, funktioniert nach den gleichen Standards, aber die meisten Filialen gehören unabhängigen Franchisenehmern. Der Franchisegeber (McDonald’s) stellt Marke, Konzept und Schulung zur Verfügung, während die Franchisenehmer das tägliche Geschäft betreiben.


2. Hast du das richtige Geschäftsmodell?

Nicht jedes Business eignet sich als Franchise. Dein Konzept sollte:

  • Berechenbar erfolgreich sein – Hast du ein stabiles und profitables Unternehmen aufgebaut?
  • Einfach multiplizierbar sein – Lässt sich dein Modell an verschiedenen Standorten umsetzen?
  • Wiedererkennbar sein – Eine starke Marke ist ein Muss.
  • Einen Mehrwert bieten – Warum sollten Franchisenehmer genau dein Modell wählen?

Falls dein Business noch nicht so weit ist, lohnt es sich, an diesen Punkten zu arbeiten, bevor du ins Franchising einsteigst.


3. Erstelle ein solides Franchise-Konzept

Ein Franchise ist kein Selbstläufer. Es braucht klare Regeln, Strukturen und ein durchdachtes Konzept. Dazu gehören:

  • Handbuch & Schulungen – Alles muss so beschrieben sein, dass ein Franchisenehmer dein Konzept genau so umsetzen kann wie du.
  • Rechtliche Grundlagen – Ein wasserdichter Franchisevertrag schützt dich und deine Partner.
  • Markenstrategie – Deine Marke ist das Herzstück deines Franchises. Schütze sie mit einer Markenanmeldung.
  • Finanzierungskonzept – Was kosten Lizenzen? Welche laufenden Gebühren fallen an?

4. Finde die richtigen Franchisenehmer

Nicht jeder ist als Franchisenehmer geeignet. Du brauchst Partner, die:

  • Unternehmerisches Denken mitbringen
  • Dein Konzept mit Leidenschaft vertreten
  • Kapital und Zeit investieren wollen
  • Teamfähig sind, aber gleichzeitig selbstständig arbeiten

Eine kluge Auswahl der Partner ist entscheidend für den Erfolg deines Franchises.


5. Baue ein starkes Support-System auf

Franchisenehmer wollen nicht nur eine Marke kaufen – sie brauchen Unterstützung. Dazu gehören:

  • Schulungen
  • Marketing- und Werbematerial
  • Ein starkes Netzwerk
  • Regelmäßige Updates zum System

Je besser dein Support, desto zufriedener deine Franchisepartner und desto erfolgreicher das ganze System.


6. Marketing & Skalierung

Sobald dein Franchise-Modell steht, geht es an die Expansion. Nutze Online-Marketing, Netzwerkevents und gezielte Werbung, um Franchisenehmer zu gewinnen.

  • Website & Social Media – Präsentiere dein Franchise attraktiv.
  • Messeauftritte & Franchise-Börsen – Zeige dich auf Events.
  • Mundpropaganda – Zufriedene Franchisenehmer sind die beste Werbung.

Fazit

Franchisegeber zu werden ist kein einfacher, aber ein lohnender Weg. Mit einem starken Konzept, klaren Strukturen und den richtigen Partnern kannst du dein Unternehmen auf ein ganz neues Level bringen. Bereit für den nächsten Schritt?

4 Replies to “Wie kann ich Franchisegeber werden?”

  1. Danke für den tollen Beitrag! Ich habe mich selbst mal gefragt: Wie wird man eigentlich Franchisegeber? Klingt auf den ersten Blick einfacher, als es ist. Ein befreundeter Unternehmer meinte mal: „Franchisegeber wirst du nicht über Nacht – du musst dein System quasi so perfekt strukturieren, dass es auch ohne dich funktioniert.“ Prozesse, Handbuch, rechtliche Absicherung, Partnerauswahl – das alles muss sitzen. Mich würde interessieren: Was war für dich der aufwendigste Schritt beim Start ins Franchising?
    Viele Grüße, Leon

  2. Danke für den spannenden Beitrag! Ich finde, bevor man Franchisegeber wird, sollte man sich ehrlich fragen: Funktioniert mein Geschäftsmodell überhaupt an anderen Standorten? Ich habe mal erlebt, wie jemand vorschnell expandieren wollte – aber ohne klare definierte Abläufe, Schulungskonzepte oder klare Marke. Ging leider schief. Mich interessiert: Empfiehlst du, vorab mit einem Pilotbetrieb oder Test-Franchisenehmer zu starten, bevor’s groß losgeht?
    Liebe Grüße,
    Miriam

  3. Toller Artikel, danke dir! Für mich gehört zum Weg zum Franchisegeber vor allem eins: die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben. Viele unterschätzen, dass man nicht alles selbst in der Hand hat – Franchisenehmer brauchen Spielraum, gleichzeitig klare Leitplanken. Ich kenne einen Franchisegeber, der sich frühzeitig rechtliche und organisatorische Beratung geholt hat, um den Rahmen sauber aufzusetzen. Arbeitest du auch mit Franchise-Beratern oder hast du alles selbst entwickelt?

    Beste Grüße, Daniel

  4. Danke für deinen Beitrag! Ich finde spannend, dass du auch die finanziellen Aspekte ansprichst. Viele denken beim Franchisegeber-Dasein nur an die Einnahmen durch Gebühren – dabei stecken anfangs ganz schön hohe Kosten dahinter: Markenentwicklung, Handbuch, IT, Rechtsberatung. Ich habe mal gesehen, wie ein Franchisegeber ordentlich in Vorleistung gehen musste, bis der erste Partner wirklich lief. Wie lange dauert es deine Erfahrung nach, bis sich das Modell wirtschaftlich trägt?

    Liebe Grüße,
    Laura

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